Positionen

RUB-Piraten, die Piraten Hochschulgruppe

Offener/transparenter AStA

Um Studierenden die Möglichkeit zu geben mitzubestimmen, müssen diese die Möglichkeit haben, sich zu informieren. Dazu dienen öffentliche AStA Sitzungen und Veröffentlichung von Protokollen und Beschlüssen. Dies ist an der RUB zwar gegeben, allerdings sind diese Informationen schwer auffindbar. Unser Ziel ist es daher, eine zentrale Sammelstelle für Beschlüsse des AStA und des Senates einzurichten. Außerdem ist angestrebt, auch Protokolle zu den Senatssitzungen öffentlich zu machen.

VSPL und der Studierendenausweis

Die Daten von Studierenden sind an der RUB nicht ausreichend geschützt. Beispiele sind hier VSPL und der elektronische Studierendenausweis. 
VSPL legt alle Prüfungsergebnisse unverschlüsselt in einer  zentralen Datenbank ab. Jemand, der dort einbräche, besäße alle wichtigen Daten aller Studierenden seit der Einführung des Systems. Das ist verantwortungslos. Eine so hoch-attraktive Datenbank wie das VSPL muss besser geschützt werden. Wenn Daten schon zentral an einem Ort gespeichert  werden, dann wenigstens so verschlüsselt, dass nur die Betroffenen -der jeweilige Dozent,  das entsprechende Prüfungsamt und der Studierende selbst- die Daten  einsehen kann.

Eine weitere Forderung zu VSPL ist, dass einmal  eingetragene Noten nicht mehr ohne weiteres geändert werden können. Uns ist bekannt, dass Dozenten die Möglichkeit haben, Noten nach dem  Eintragen problemlos zu ändern. Auch bei einem elektronischen System zur Notenverwaltung müssen  Studierende Rechtssicherheit haben. 

Auch nicht unproblematisch ist der  Umgang mit den Daten der Studierenden bei auf dem Studierendenausweis: Das  Standardpasswort entspricht dem Geburtsdatum. Die wenigsten Studierenden  ändern dies. Findet jemand einen verlorenen Studierendenausweis  ist es ohne Probleme möglich z.B. über social networks das Geburtsdatum der  Person herauszufinden und sie beliebig zu Prüfungen anzumelden, das Passwort neu zu setzen, etc.  

Der Nachweis für den Studierenden, sich nicht  selbst angemeldet zu haben, ist nahezu unmöglich. Ein solches  Passwort kann man als grob fahrlässig bezeichnen. Die Spitze des  Eisbergs bezüglich der Chipkarte ist allerdings der (im Studierendenausweis enthaltene) RFID Chip bzw. seine  Verwendung: (Der Studierendenausweis enthält einen RFID Chip. Der Chip lässt sich nicht deaktivieren und  ist unabhängig davon, ob man die Funktionen (etwa die Bezahlfunktion in  Mensa und Cafeten) nutzt oder nicht, aktiv. Wie er genutzt wird, ist  nirgends dokumentiert. Das AkaFö speichert mit diesem Chip sämtliche Vorgänge, und wertet sie entsprechend aus. Es hat die Möglichkeit, komplette  Nutzungsprofile davon zu erstellen, wann wer was in der Mensa gegessen hat usw. Da bei einem verlorenen Studierendenausweis Restguthaben  zurückgebucht werden kann, ist offensichtlich auch eine Verknüpfung  der pseudonymisierten Nummer zum Studierenden möglich.

Wir fordern zum einen, dass die genaue Nutzung der Daten  dokumentiert wird, so dass Studierende sich bewusst für oder gegen die  Verwendung entscheiden können. Zum anderen muss auch möglich sein,  einen Studierendenausweis zu erhalten, der VSPL unterstützt, aber keinen  dieser Funkchips enthält. Neu ausgegebene Studierendenausweise sollten auf ein sichereres System setzen.

Freier Zugang zu Wissen und Bildung, Studiengebühren

Die Piraten setzen sich für einen freien Zugang zu Wissen und Bildung  ein. Hierzu gehört auch, dass jeder unabhängig vom Einkommen die Möglichkeit haben muss, sich Wissen anzueignen.  Studiengebühren in jeder Form lehnen wir ab und begrüßen daher die Entscheidung der Landesregierung in NRW, diese abzuschaffen. Bildung ist eine  gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es muss  sichergestellt werden, dass alle Studierenden ausreichend finanziert  werden. Es darf keinen Geldmangel geben, der dazu führt, dass  Studieninteressenten ein Studium nicht aufnehmen können oder abbrechen müssen.  Mögliche Konzepte hierfür sind elternunabhängiges Bafög bzw. das von  einigen Parteien geforderte bedingungslose Grundeinkommen.

Verkehr und Parkplatzsituation

Zum Sommersemester 2008 wurde das NRW-Semesterticket eingeführt.  Grundlage für dessen Preis waren grobe Schätzungen, wie es genutzt  werden würde. Wir halten es für wichtig, diesen Preis zu hinterfragen  und belastbare Zahlen zu generieren, um gegebenenfalls gemeinsam mit  den anderen AStAen in Nachverhandlungen mit den Verkehrsbetrieben treten  zu können.  

Studierende, die mit dem Auto zur Uni kommen, sehen sich seit einiger Zeit mit einer dramatischen Parkplatzsituation konfrontiert. Wir setzen uns deshalb für  den Bau weiterer Parkkapazitäten an der RUB ein. 

Beim geplanten Neubau der Zufahrten werden wir uns dafür stark machen, dass es künftig auch  möglich wird, mit dem Fahrrad zur RUB zu kommen. Ob eine bewachte  Fahrradstation mit Ausleihmöglichkeit realisierbar ist, möchten wir  ebenfalls prüfen.

Netzzugang in Wohnheimen

In Wohnheimen wohnenden Studierenden ist ein Internetanschluss über einen Fremdanbieter ist nicht möglich. Der eigene  Zugang zum Internet streng begrenzt. Studierenden, die mehr als 700 MB  am Tag aus dem Internet herunterladen, wird der Account gesperrt. Allein  das Laden einer Linux-CD, das Anschauen von Videostreams oder  Konferenzen und ähnlichem führt dazu, dass der Account gesperrt wird.  Wir halten eine Beschränkung von 700 MB für nicht mehr zeitgemäß. Es  muss die Möglichkeit für Studierende geschaffen werden, einen  vollwertigen Internetanschluss im Wohnheim zu erhalten. Ein mögliches  Modell hierfür wären Traffic-Pakete, die Studierende zu ihrem regulären  Anschluss hinzu buchen können. Da kein anderer Internetanbieter als das  RZ in Wohnheimen gewählt werden kann, muss dieses entsprechende Angebote  bereitstellen. 

Bildung Online

Der Bestand an Online Bibliotheken in der UB ist deutlich auszubauen.  Die meisten großen Verlage bieten schon seit langer Zeit für alle Studierenden und Mitarbeiter die Möglichkeit an, sämtliche Werke als PDF-Dateien zu beziehen. Von diesen Möglichkeiten sollte mehr Gebrauch  gemacht werden. Obwohl viele Veranstaltungen überfüllt sind, und selbst  auf den Treppen kein Platz mehr zu finden ist, machen bisher die  wenigsten Dozenten Gebrauch von der Möglichkeit, ihre Veranstaltung als  Videostreams zur Verfügung zu stellen. Wir wollen uns dafür einsetzen,  dass diese RUBCasts deutlich stärker genutzt werden. Für Neuberufungen  muss die Zustimmung der Dozenten, dass die Veranstaltungen aufgezeichnet  werden, Vorraussetzung werden. Die Möglichkeit, Veranstaltungen zur  Nachbereitung oder Klausurvorbereitung als Videostream zu sehen, bzw.  verpasste Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt ansehen zu können, ist unter Studierenden sehr beliebt und muss an einer modernen Universität auch entsprechend genutzt werden.

Service

Wir setzten uns dafür ein, dass ein Sprinter-Ausleihservice unter der Verwaltung des AStAs eingerichtet wird. Die Sprinter sollen für eine geringe Gebühr allen Studierenden für Umzüge u. ä. zur Verfügung stehen.

bsz

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung wird aus Personalmangel hauptverantwortlich von durch den AStA gestellten Redakteuren betrieben. Da hierdurch eine objektive Berichterstattung nicht möglich ist, möchten wir die Zusammensetzung der Redakteure ändern oder, falls dies nicht möglich ist, die Zeitung eindeutig als AStA Zeitung kennzeichnen (Titelblatt).